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Bundesliga Bogen: Wer nimmt am Finale teil, wer steigt ab?

Norden: Dauelsen will das Unmögliche möglich machen

Ob dann der SV Dauelsen dabei ist? Viel spricht nicht für den zweimaligen Titelträger. Zum einen liegt das Team aktuell auf Platz fünf der Tabelle mit drei Zählern Rückstand auf Sherwood BSC Herne, zum anderen fehlt mit Florian Unruh der beste Schütze im Team. Der Olympia-Fünfte, Vize-Europameister und World Games-Sieger ist parallel in Las Vegas/USA im Einsatz. Andreas Hehenberger, Trainer in Dauelsen, spricht von einer „absoluten Seuchensaison“, gibt aber noch nicht auf: „Wir werden aus der Not eine Tugend machen und noch enger zusammenrücken, um uns zu motivieren. In der eigenen Hand haben wir den Finaleinzug zwar nicht mehr, aber mit etwas Glück, und letzteres muss man sich erarbeiten und verdienen, könnten wir die Tickets noch lösen.“ Dabei muss die Mannschaft auch noch auf den Heimvorteil verzichten, „da wir notgedrungen aus Dauelsen in die Verdener Innenstadt ausweichen müssen, um dort die über 1.000 Zuschauer fassende „Aller-Weser-Halle“ zu beziehen. Schön wäre es natürlich, wenn der Spirit vom Bundesligafinale 2006 an gleicher Stelle, als wir Vize-Meister wurden, das Team ergreift und beflügelt“, sagt Hehenberger.

Bei BSC BB Berlin, dem Blankenfelder BS 08 und dem SV Querum sieht die Lage deutlich entspannter aus, das Trio geht mit einem „Punktepolster“ in den abschließenden Wettkampftag. Spannung verspricht auch der Kampf gegen den Abstieg: Die Teams von RSV Detmold-Klüt (12:30), 1. UTK BSC Oberauroff (11:31) und BSSC Olympia Berlin (9:33) liegen ganz eng beieinander, und erst mit dem letzten Pfeil dürfte entschieden werden, welche zwei Teams absteigen.

Süden: Welzheim kommt aktuell nicht an die Top-Teams heran

Im Süden sieht die Lage „oben“ viel deutlicher aus: Die FSG Tacherting, die BSG Ebersberg und der BC Villingen-Schwenningen haben sich vorzeitig für das Finale qualifiziert, die SGI Welzheim hat einen komfortablen Vorsprung von sieben Punkten auf den ersten Nicht-Finalplatz. Welzheims Trainerin Sandra Sachse meint zur bisherigen Saison: „Mit den Punkten muss man zufrieden sein. Natürlich hätten wir gerne mehr Punkte. Wenn Ebersberg gegen uns 3x60 schießt, geht ein Match mit 0:6 aus. Auch wenn die eigene Leistung gut war. Da kommt man nicht auf die Punkte.“

Welzheim hat mit Jonathan Vetter, Jeff Henkels, Christian Weiß und Sven Herzig ein gutes Team am Start, die Top-Teams aus Tacherting und Ebersberg sind jedoch bislang unerreichbar: „Die Favoriten sind dieses Jahr eine Klasse für sich. Die aus Profis bestehenden Teams, sind für uns derzeit nicht zu schlagen. Da kann man eventuell nur ein paar Ehrenpünktchen retten. Wichtiger wäre es, gegen die anderen Teams sicher zu punkten und zu gewinnen. Gegen Welzheim haben die anderen Teams schon immer stark geschossen. Auch wenn sonst schwächere Ergebnisse geschossen werden. Das macht es uns nicht leichter. Das Selbstvertrauen meiner Jungs ist gut, aber wir sind auch alle Realisten.“ Zumal die Welzheimer eine stolze Serie zu verteidigen haben: „Wir sind (neben dem BSC BB Berlin, Anm. d. Red.) das einzige Team, dass bisher in jedem Finale stand. Das ist aber kein Selbstläufer. Klar würden wir gerne mal wieder oben stehen, aber dazu reicht es momentan nicht. Es müssen schon alle einen Super-Tag haben, dann wäre das mal wieder möglich. Das Niveau insgesamt ist sehr stark. Über die gesamte Wettkampflänge können wir das momentan nicht halten. Die Sportler stehen nicht alle voll im Training“, so Sachse.

Im Abstiegskampf gibt es einen spannenden Dreikampf um den zweiten Absteiger neben dem abgeschlagenen Schlusslicht TSV Natternberg. Die SG Freiburg (15:27), die TS 1861 Bayreuth und die GK Burgschützen Büschfeld (je 14:28) trennen nur wenige Punkte bzw. eine geringe Satzdifferenz. Das bedeutet, dass vor allem die direkten Duelle über Wohl und Wehe entscheiden werden

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Fri, 03 Feb 2023 08:54:43 +0100

Bundesligafinale Neu-Ulm: Die letzten Fakten & Zahlen

Top-Stars und -Ergebnisse: Sage und schreibe 22 Mal feierten die Fans in der Vorrunde ein makelloses 400-er Ergebnis eines Luftgewehrschützen in dieser Saison. Herausragend dabei Istvan Peni (ST Hubertus Elsen), der gleich viermal dieses Kunststück vollbrachte. Maximilian Dallinger (SG Coburg) und Denise Rudingsdorfer (Der Bund München) schafften dies zweimal, bei sechs weiteren Finalrundenteilnehmern klappt es einmal.
Auch die Teamergebnisse konnten sich in dieser Saison sehen lassen: Als allererstes ist natürlich der neue Deutsche Rekord von Elsen mit sensationellen 1993 Ringen zu nennen. Generell gelten 1980 Ringe und mehr als die „Schallmauer“ mit dem Luftgewehr, dies gelang in dieser Saison 15 der 24 Bundesligisten. Auch in diesem Bereich war Elsen, das lediglich in zwei der elf Vorrunden-Wettkämpfe nicht die 1980 Ringe schaffte, einsame Spitze. Der SB Freiheit (7x), Dem Bund München (5x), der SSG Kevelaer (4x) und der SG Coburg (2x) gelang dieses Kunststück mehrfach, von den acht Finalisten blieb nur der SV Pfeil Vöhringen unter dieser Marke.
Im Luftpistolenbereich gelten die 1900 Ringe als das Maß der Dinge. Dies gelang immerhin fünf Klubs, darunter mit dem SV 1935 Kriftel und dem SV Waldkirch (jeweils 3x) sowie dem SV Kelheim-Gmünd und dem ESV Weil am Rhein (jeweils 4x) auch vier Finalisten. Das Top-Ergebnis schoss der ungeschlagene Nordmeister Kriftel mit 1918 Ringen.

Generalprobe H&N-Cup: Viele der Finalteilnehmer waren bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften dabei und konnten auch bei den Top-Ereignissen Medaillen gewinnen. Ihre Weltklasse unterstrichen zuletzt beim H&N-Cup in München vier Teilnehmer von Neu-Ulm. Der Serbe Damir Mikec (SV Kelheim-Gmünd) und der Aserbaidschaner Ruslan Lunev (SV 1935 Kriftel) standen sich in beiden Gold-Finals gegenüber und trennten sich schiedlich-friedlich 1:1. Jeanette Duestad (NOR, SB Freiheit) und Jiri Privratsky (CZE, SG Coburg) gewannen Gold mit dem Luftgewehr.

Carl Walther Trophy: Es gibt zwar kein Gold, aber eine Luftpistole bzw. ein Luftgewehr für die besten Schützen der Saison. Gestiftet werden sie vom Namensgeber, der Carl Walther GmbH. Dabei setzt sich die Rangliste aus den erreichten Ringzahlen der Wettkämpfe (LG: 398 Ringe und mehr = 10 Punkte, LP: 380 Ringe und mehr = 10 Punkte) sowie dem Ergebnis (bei Sieg im Duell 2 Punkte) zusammen. Im Luftpistolen-Ranking liegt Kevin Venta (ESV Weil am Rhein) mit 128 Punkte vor Teamkollege Patrick Meyer (118 Punkte) vorne, die Luftgewehr-Rangliste führt Denise Rubensdorfer (Der Bund München) mit 121 Zählern vor Alexander Thomas (SSG Kevelaer, 113) an. Das Finale verspricht auch hier Spannung, denn immerhin können noch maximal 36 Punkte gewonnen werden.

Sportdeutschland.TV: Gleich zehn Begegnungen können Schießsport-Fans am Wochenende live und kostenlos bei Sportdeutschland.TV verfolgen. Vier Viertelfinals, zwei Halbfinals (jeweils Samstag) und alle vier Medaillenmatches (alle Sonntag) kommen per Livestream in die heimischen Wohnzimmer. Einschalten lohnt sich!

Programmheft: Wer steht an der Schießlinie bei den Vereinen, wie sieht die Statistik aus, was sagen Veranstalter DSB und Ausrichter SV Pfeil Vöhringen & SV Waldkirch? Alles nachzulesen im digitalen Programmheft zum Bundesligafinale. 

Aktionen: Die Haupt-Aktion findet natürlich im Hallen-Innenraum statt, doch die Ausrichter haben sich auch das ein oder andere Schmankerl darüber hinaus ausgedacht. Am Final-Sonntag begrüßen die Böllergruppen vom SV Edelweiss Waldkirch und vom ZSSV Illerberg-Thal vor dem Haupteingang der ratiopharm arena die Zuschauer lautstark. Im Foyer der Halle gibt es neben Kulinarischem einen DSB-Shop sowie Infostände für die Organspende und für die Stammzellenspende. Die Schützenfamilie nutzt und unterstützt die Gelegenheit, in Sachen Gesundheit und dem Motto „Organspenden schenkt Leben“ sowie „Wir besiegen Blutkrebs“ aktiv zu werben Schließlich heißt es nicht umsonst „Schützenhilfe“.

Partner: Ohne Partner geht es nicht, und ohne die Carl Walther GmbH und die Meyton Elektronik GmbH schon einmal gar nicht. Walther stiftet nicht nur die Preise für die Carl Walther Trophy, sondern bringt sich auch sonst massiv in das Bundesligafinale ein, u.a. mit einem Gewinnspiel für die Zuschauer, die für 1 Euro (der geht an die Deutsche Knochenmark Spende DKMS) ihr Können am Luftgewehr und Luftpistole zeigen können – die Besten können ein Sportgerät von Walther gewinnen. Darüber hinaus kann jeder sein Sportgerät mitbringen und im großen Ausstellungs- und Servicezelt vor der Halt per Diagnose prüfen lassen. Und die ratiopharm arena wird per Nachtschicht in die größte Schießhalle Deutschlands umgebaut. „Unser aller Ziel ist es, den Schießsport so gut wie möglich zu präsentieren“, sagt Sven Martini, Sportdirektor von der Carl Walther GmbH. Meyton sorgt für den reibungslosen Ablauf des Wettbewerbs und die gute Sichtbarkeit der Ergebnisse für die Zuschauer in der Halle und am Stream.

Prominenz: Ein Bundesligafinale im Schießsport ist ein Höhepunkt. Und deshalb lässt es sich DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels nicht nehmen, bei den Entscheidungen am Sonntag dabei zu sein. Angekündigt hat sich ebenso Neu-Ulms Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger, die Pistolen-Bundestrainer Claudia Verdicchio-Krause (Erwachsene) und Jördis Grabe (Nachwuchs) sowie DSB-Sportdirektor Thomas Abel und -Cheftrainer Michel Gomez-Krämer.

Zuschauer: Ca. 1300 Wochenend-Tickets sind verkauft, d.h., dass es vor allem noch Tagestickets gibt. Diese liegen vor allem an den Seiten, was jedoch aufgrund des Aufbaus in der Halle überhaupt nicht nachteilig ist, vielmehr kann den Schützen dabei direkt in das Gesicht gesehen werden. tickets gibt es online bei Ulm-Tickets oder an der Tageskasse.

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Thu, 02 Feb 2023 13:25:12 +0100